
Beim Netzwerk bekommen wir von Bauherren oft dieselbe Frage: Was brauche ich wirklich? Die Antworten im Internet reichen von „ein guter Router genügt“ bis zum Serverraum im Keller.
Unsere Antwort ist einfacher. Wir haben eine klare Empfehlung, die in jedes Haus passt, egal ob das Budget klein oder groß ist. Mit genau dieser Netzwerkkonfiguration haben wir bisher jedes Zuhause installiert. In diesem Beitrag zeigen wir sie Ihnen.
Egal wie groß das Budget ist, zwei Dinge gehören in jedes Einfamilienhaus.
Erstens: auf jedem Stockwerk ein Netzwerkanschluss. Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss, ausgebautes Dachgeschoss. Jedes Stockwerk bekommt mindestens eine Netzwerkdose an einer zentralen Stelle, meistens im Flur. Dort sitzt später der Access Point für das WLAN.
Zweitens: eine zentrale Datenverteilung. Alle Netzwerkleitungen laufen sternförmig an einer Stelle im Haus zusammen. Von dort wird verteilt. Kein Kabel, das von Dose zu Dose weitergeschleift wird, und kein Router irgendwo im Wohnzimmer, an dem alles hängt.
Wer diese zwei Regeln beachtet, kann das Netzwerk später jederzeit erweitern. Wer sie im Rohbau vergisst, arbeitet danach mit WLAN-Repeatern aus der Steckdose.

Das WLAN ist nur so gut wie das Kabel, das zum Access Point führt.
Für besonders preisgünstige Netzwerkinstallationen brauchen Sie keinen eigenen Datenschrank. Die Netzwerkleitungen enden auf einem Patchfeld im Zählerschrank. Moderne Zählerschränke haben dafür ein eigenes Feld für Kommunikationstechnik.
Dort finden drei Dinge Platz:
Das WLAN kommt dann von den Access Points auf den Stockwerken, nicht aus dem Zählerschrank. Ein Metallschrank schirmt Funk ab. Der Express 7 arbeitet dort als Router, die Access Points übernehmen das WLAN.

Wer mehr vorhat, plant einen kleinen Datenschrank ein. Mehr Access Points, mehrere Kameras, ein Homeoffice, vielleicht ein Netzwerkspeicher. All das braucht Platz, Stromversorgung und Luft zum Kühlen.
In den Datenschrank kommen:

Dazu planen wir im Außenbereich Netzwerkdosen für Kameras ein. An der Haustür, an der Garage, an den Ecken des Hauses. Eine Netzwerkkamera bekommt über ein einziges Kabel Strom und Daten. Auch wenn die Kameras erst später kommen: Die Dose muss im Rohbau gesetzt werden.
In jedem Stockwerk sitzen UniFi Access Points. Mehr zur Videoüberwachung lesen Sie auf unserer Seite zur Kameraüberwachung.
| Baustein | Kleines Budget | Größeres Netzwerk |
|---|---|---|
| Verteilung | Patchfeld im Zählerschrank | Eigener kleiner Datenschrank |
| Router und Firewall | UniFi Express 7 | UniFi Dream Machine |
| Videoüberwachung | Optional mit UniFi Cloud Key | In der Dream Machine integriert |
| Switch | Kleiner Switch, am besten mit PoE | PoE-Switch für Access Points und Kameras |
| WLAN | Ein Access Point pro Stockwerk | Access Points pro Stockwerk plus zusätzliche in großen Räumen |
| Kameras außen | Einzelne Kameradosen | Kameradosen an Haustür, Garage und Hausecken |
| Erweiterbar | Ja, per WLAN oder LAN | Ja, per WLAN oder LAN |
Die meisten Netzwerkdosen im Haus sind nicht für Computer. Sie sind für das WLAN und für die Geräte, die viel Daten brauchen.
Im Flur, auf jedem Stockwerk. Hier kommt ein Access Point an die Wand oder an die Decke. Zentral im Flur erreicht er die Räume links und rechts am besten.
Hinter jedem Fernseher. Streaming in hoher Qualität läuft über Kabel stabiler als über Funk. Die Dose sitzt hinter dem Fernseher, damit kein Kabel sichtbar ist.
Im Schlafzimmer. Hier planen wir eine Dose ein, an die bei Bedarf ein kleiner Access Point angeschlossen werden kann, zum Beispiel ein UniFi U7 Lite. Wird er nicht gebraucht, bleibt die Dose einfach frei.
Im Arbeitszimmer. Wer von zu Hause arbeitet, möchte für Videokonferenzen eine feste Leitung.
Außen. Für Kameras, für die Sprechanlage und für einen Access Point im Garten, wenn Sie dort WLAN möchten.
Bei besonders anspruchsvollen Elektroinstallationen setzen wir eher mehr Access Points ein. Diese verstecken wir hinter Möbeln oder oben in einem Schrank. So bleibt der Empfang in jedem Raum stark, ohne dass man die Geräte sieht.

Ein Punkt, der in fast keiner Planung auftaucht: Wie ist der Empfang Ihres Mobilfunk- oder Telefonanbieters zu Hause?
In vielen Neubauten ist der Handyempfang schwach. Moderne Fenster, Dämmung und Stahlbeton halten Funk draußen. Wer im Haus kaum Empfang hat, telefoniert über das Internet: per WLAN-Call auf dem Smartphone oder über feste VoIP-Telefone.
Haben Sie am Grundstück schlechten Empfang, planen Sie eine ganze Reihe mehr Netzwerkdosen ein, zum Beispiel für VoIP-Telefone an den Stellen, an denen Sie telefonieren. Auch hier bietet UniFi passende Geräte. Und ein flächendeckendes WLAN wird dann noch wichtiger, damit WLAN-Call in jedem Raum funktioniert.
Viele Häuser bekommen ihr WLAN heute über den Router des Internetanbieters und ein paar Repeater aus der Steckdose. Das kann gut funktionieren. Wir empfehlen es trotzdem nicht, und das hat einen Grund.
Ein Smart Home besteht heute aus vielen vernetzten Geräten: Gebäudesteuerung, Wechselrichter, Wallbox, Kameras, Fernseher, Lautsprecher. Diese Geräte muss man einstellen und konfigurieren können. Und genau da stoßen herkömmliche Systeme an ihre Grenzen.
Geräte verschwinden aus der Übersicht. Es kann passieren, dass Geräte, die über einen Repeater verbunden sind, im Router nicht mehr angezeigt werden. Dann weiß niemand mehr genau, was im Netzwerk hängt.
Einstellungen fehlen. Feste IP-Adressen für einzelne Geräte vergeben, ein Gastnetz einrichten, aus dem Gäste gezielt auf ein bestimmtes Gerät zugreifen dürfen, zum Beispiel zum Streamen auf den Fernseher: Das ist mit vielen Standard-Routern nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
Der Preis ist kein Argument. Ein Router mit mehreren Repeatern kostet am Ende oft ähnlich viel wie ein UniFi-System, kann aber deutlich weniger.
Ein Repeater verlängert das WLAN. Ein Netzwerk aus Access Points macht es beherrschbar.
Egal für welches Budget: Unsere Empfehlung ist UniFi. Die Gründe sind einfach.
Preis und Leistung passen. Ein Netzwerk, das sich wie ein Firmennetzwerk verwalten lässt, zu einem Preis, der ins Budget eines Einfamilienhauses passt.
Alles lässt sich nachrüsten. Ein weiterer Access Point, eine Kamera, ein neuer Switch. Ob per WLAN oder per LAN, jedes Gerät meldet sich in derselben App an.
Alles in einer App. Über die UniFi-App sehen Sie jedes Gerät im Netzwerk und können es konfigurieren. Die Oberfläche ist übersichtlich, auch ohne Technikstudium.
Ihre Daten bleiben zu Hause. Die Steuerung läuft auf dem Gerät bei Ihnen im Haus, nicht in der Cloud eines Anbieters. Das gilt auch für Kameraaufnahmen: Sie werden bei Ihnen gespeichert.
Keine laufenden Gebühren. Für das Netzwerk und die Videoaufzeichnung zahlen Sie keine monatlichen Nutzungsgebühren. Bei vielen anderen Anbietern ist genau das der Haken.
Das überzeugt offenbar: Bei uns entscheidet sich so gut wie jeder Kunde für das UniFi-System.

Ein Netzwerk im Haus ist heute mehr als Internet für Laptop und Handy. Smart-Home-Geräte, Kameras, Fernseher und Gäste hängen im selben Netz. UniFi bietet dafür einige Sicherheitsfunktionen, die sich ohne Spezialwissen nutzen lassen.
Ein gutes Heimnetzwerk ist keine Frage des Budgets, sondern der Planung. Ein Netzwerkanschluss auf jedem Stockwerk und eine zentrale Datenverteilung sind die Grundlage. Darauf lässt sich alles aufbauen.
Für das kleine Budget reichen ein Patchfeld im Zählerschrank, ein UniFi Express 7 und ein kleiner Switch. Für das größere Netzwerk kommen ein Datenschrank, eine UniFi Dream Machine, Access Points und Kameradosen außen dazu. Und wenn der Handyempfang schwach ist, gehören mehr Netzwerkdosen in den Plan.
Das ist unsere Netzwerkempfehlung für jedes Haus.
Wir planen Ihr Netzwerk mit Ihnen gemeinsam, passend zu Ihrem Budget, und setzen die Dosen dort, wo Sie sie wirklich brauchen.
Jetzt anfragene-team smart home · Wilhelm-Gindele-Straße 17, 88276 Berg · elektriker-rv.de
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